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Wenn (fast) alle Zeichen auf Eigentumswohnung stehen

veröffentlicht am 20. Dezember 2021 | Kategorie: Immobilien

Eine eigene Wohnung? Ist in jungen Jahren ein Klotz am Bein – das galt zumindest für viele Jahre. Doch wer heute in Ballungsgebieten lebt, sollte umdenken. Dort ist Wohnraum oft knapp – und die Mieten sind hoch. Häufig kann man für Raten in Miethöhe auch eine eigene Wohnung abbezahlen. Das bringt noch mehr Vorteile mit sich.

In Großstädten ist Wohnen teuer. Viele Vermieter nutzen diese Situation zu ihren Gunsten: Sie erhöhen die Mieten immer dann, wenn das rechtlich möglich ist, also entweder nach einer Modernisierung oder als Anpassung an die örtliche Vergleichsmiete. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) sieht zwar vor, dass die Miete innerhalb von drei Jahren nicht um mehr als 20 Prozent steigen darf, aber eine Mieterhöhung zur Anpassung an die örtliche Vergleichsmiete ist in diesem Rahmen alle 15 Monate möglich.

Noch schlimmer ist, wenn eine Kündigung wegen Eigenbedarfs im Briefkasten liegt. Denn auf die Schnelle eine neue Unterkunft zu bekommen ist oft schwierig.

Die Vorteile der eigenen Wohnung

Wenn die monatlichen Raten bei einer Tilgung von mindestens 2 Prozent nicht höher sind als die Mietzahlungen im gleichen Zeitraum, ist es sinnvoll, über Wohneigentum nachzudenken. Weil die Zinsen für einen Immobilienkredit noch sehr gering sind, ist das nicht unmöglich. Und es bringt viele Vorteile mit sich:

  • Es gibt keinen Vermieter, der kündigen kann.
  • Die monatlichen Raten kann man auf 20 Jahre festschreiben. Während Mieter in dieser Zeit einige Mieterhöhungen bekommen können, ist eine Ratenerhöhung während der Zinsfestschreibungszeit nicht möglich.
  • Mit den Ratenzahlungen spart man ein eigenes Vermögen an. Selbst wenn die Immobilie bei einem Verkauf noch nicht ganz abbezahlt ist, gehört einem vom Verkaufspreis zumindest ein Teil, den man in eine andere Immobilie investieren kann. Wer Mieten zahlt, hat am Ende der Mietzeit nichts.

Die Krux mit den hohen Kaufpreisen

Trotz dieser Vorteile hat der Kauf einer Immobilie natürlich einen großen Nachteil: Nicht nur die Mieten sind kräftig gestiegen, auch die Kaufpreise. Und etwas Eigenanteil sollte man natürlich bereits mitbringen. Außerdem sind die Kaufnebenkosten beachtlich und müssen bar bezahlt werden. Das sind unter anderem die Ausgaben für den Notar, den Eintrag ins Grundbuch, die Grundsteuer und eventuell Notarkosten.

Wenn du noch nicht ausreichend Kapital angespart hast, hast du zwei Möglichkeiten. Vielleicht musst du auch beide kombinieren, um dir Wohnraum zu sichern:

  1. Du hältst Ausschau nach einer kleinen Wohnung, die eigentlich nicht deinen Ansprüchen genügt. Aber lieber eine eigene kleine Wohnung, die du sicher hast, als ständig Mieterhöhungen oder eine Eigenbedarfskündigung.
  2. Du sprichst mit deinen Eltern. Entweder unterstützen sie dein Vorhaben finanziell, oder sie geben dir einen Privatkredit zu günstigen Zinsen. Theoretisch können auch deine Eltern die Wohnung kaufen, und ihr haltet fest, dass du sie dir später auf dein Erbe anrechnen lässt. Alternativ kannst du mit ihnen über eine Schenkung oder ein vorgezogenes Erbe sprechen.

Ist die Wohnung irgendwann abbezahlt, wohnst du mietfrei und musst nur Nebenkosten bezahlen. Und natürlich das, was dich die Instandhaltung deiner Immobilie kostet. Willst du eine andere Wohnung, kannst du deine Immobilie verkaufen – oder vermieten. Vermietest du sie, hast du ein passives Einkommen. Und falls du sie verkaufen möchtest, kannst du dich vermutlich auch freuen: Es ist eher unwahrscheinlich, dass ihr Wert bis dahin gesunken ist. Vielmehr steigen die Preise für Wohnungen nach wie vor in vielen Städten und Regionen. Während Mieter also jeden Monat nur bezahlen, am Ende aber mit leeren Händen dastehen, hast du mit den monatlichen Zahlungen den Grundstock für ein Vermögen gelegt.

Wenn du Fragen zur Finanzierung hast oder auf der Suche nach einer passenden Wohnung bist, sprich deinen Sparkassenberater an.

Der Beitrag Wenn (fast) alle Zeichen auf Eigentumswohnung stehen erschien zuerst auf Der Sparkasseblog.